
Verlasse dich auf Protokolle und Formate, die von vielen Apps unterstützt werden: CalDAV und CardDAV für Kalender und Kontakte, IMAP für E-Mail, OPML für Podcast-Abos, ActivityPub für soziale Feeds, Markdown für Notizen. Je breiter die Unterstützung, desto leichter der spätere Wechsel. Dokumentiere Stolpersteine wie Zeichensatzprobleme, Zeitstempel oder Kategorien. Bewahre eine kleine Sammlung Beispiel-Dateien auf, um vorab Importe in neuen Tools zu testen, statt erst beim großen Umzug Überraschungen zu erleben.

Baue eine Routine: Wöchentliche oder monatliche Exporte, automatisiert, versioniert und clientseitig verschlüsselt. Nutze die 3-2-1-Regel mit unterschiedlichen Speicherorten und medien. Signiere Archive oder sichere Prüfsummen, damit Manipulationen auffallen. Teste Wiederherstellungen auf einem Ersatzgerät, nicht nur am vertrauten Rechner. Schreibe kurz auf, wie du vorgehst, damit zukünftige du-Variante keinerlei Rätsel lösen muss. Backups gewinnen erst Wert, wenn die Rücksicherung zuverlässig, dokumentiert und im Ernstfall stressfrei funktioniert.

Plane Migrationen als kontrollierte Experimente: Lege eine Kopie der Daten in einer Testumgebung an, importiere stufenweise, vergleiche Stichproben und prüfe Integrität, Dubletten, Anhänge sowie Metadaten. Erarbeite Mappings für Kategorien, Ordner oder Tags. Halte Altsysteme vorübergehend lesbar, bis du Sicherheit über Vollständigkeit bekommst. Kommuniziere Wechsel frühzeitig mit deinem Umfeld, etwa neue Kontaktwege. Dokumentiere Besonderheiten, damit zukünftige Umzüge kürzer, sicherer und langweiliger werden, denn Langeweile bedeutet Stabilität.
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